Mattias Ekström über die Werksunterstützung von Audi – und Elektro-Rallycross

Bild: FIAWorldRallycross.com

Im Interview mit dem Rallye-Magazin spricht Mattias Ekström über die Werksunterstützung von Audi, seine Ziele in der Rallycross-WM und über die elektrische Zukunft des Sports.

Zum Zeitpunkt das Interviews, das bereits Mitte November geführt wurde, befand sich der Schwede mitten in Gesprächen mit den Audi-Verantwortlichen. Und bis heute scheinen sich die Gesprächspartner noch nicht final auf ein Paket geeinigt zu haben. Zwar hatte Ekström die Hoffnung, bis Weihnachten Planungssicherheit zu haben, doch bislang wurde zumindest offiziell kein neuer Stand verkündet. Angesichts der fehlenden Planungssicherheit verließ Ekströms Teamkollege Toomas Heikkinen bereits vor Weihnachten dessen Team EKS.

Ein Knackpunkt der Gespräche mit Audi dürfte das liebe Geld sein. Ekström wünscht sich nach dem Weltmeisterschaftstitel von Johan Kristofferson im PSRX-VW-Polo-GTI-RX noch mehr Unterstützung aus Ingolstadt. Ekström: „Wir hätten die Autos gerne noch ein bisschen schneller, insofern brauchen wir mehr Ressourcen. Je mehr, desto besser“.

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Doch im Süden der Republik tut man sich offenbar noch schwer damit, das Portemonnaie weiter aufzumachen. Helfen würde da ein deutlich wachsender Stellenwert der Rallycross-WM (WRX): Mehr Hersteller, mehr Konkurrenz, mehr Stars, mehr mediale Reichweite.

Die angekündigte Rallycross-Elektroserie könnte laut Ekström den entscheidenden Impuls geben. „Ich denke mit einer eigenen Elektroserie kann Rallycross was richtig Großes werden. Davon bin ich überzeugt“, so der Rallycross-Weltmeister von 2016. Mit herkömmlichen Benzinmotoren bliebe die Serie in der Nische. Elektroautos seien nötig, um die Hersteller in die Serie zu ziehen. „Als Komplementär zur Formel E könnte Rallycross eine Vorreiterrolle im Elektrorennsport spielen.“

Gegenüber der Formel E, die bei den meisten Hardcore-Fans schlicht nicht ernst genommen wird, habe E-Rallycross einen wesentlichen Vorteil: Ihre Leistung. Denn im Gespräch sind Autos, die mit 800 PS ganze 200 PS mehr leisten würden als die Verbrenner-Supercars. „Die Elektroautos, über die wir für Rallycross diskutieren, die würden schneller sein als die, die wir heute fahren. Das sind echte Burnerteile, die von 0 auf 100 schneller beschleunigen als ein F1“.

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Über Moritz Nolte 71 Artikel
Moritz Nolte arbeitet als Motorjournalist und Social-Media-Berater für die Automobilindustrie. Bereits seit 2007 schreibt er im Kundenauftrag Motorsportreportagen - unter anderem für Opel Motorsport und Bilstein. Seit 2017 betreibt er worldrallyx.de. Privat ist Moritz als begeisterter Trackday-Fahrer auf Europas Rennstrecken mit seinem Toyota GT86 unterwegs.

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