RX2-Champion Cyril Raymond schwärmt von den RX2-Autos

Cyril Raymond. Bild: FIAWorldRallycross.com

Cyril Raymond konnte nach 2016 auch in der vergangenen Saison den Titel in der RX2-Kategorie der Rallycross-WM holen. Zwar hofft das 24-jährige Rallycross-Talent in diesem Jahr eine komplette Saison in der Supercars-Kategorie zu absolvieren. Doch noch schwärmt der Franzose von den 310-PS-Mittelmotor-Rennwagen, die von Olsbergs MSE entwickelt werden – und in denen Raymond drei Jahre zu Hause war.

2018 möchte Cyril Raymond die RX2-Serie hinter sich lassen und in die Top-Kategorie aufsteigen. Ein Weg, den vor ihm bereits Kevin Hansen und Kevin Eriksson gegangen sind, die ebenfalls von den RX Lites/RX2 in die Supercars wechselten. Für Cyril Raymond ist der Schritt nachvollziehbar: Nach zwei Titeln in Folge muss eine neue Herausforderung her. Zumal der Franzose die Supercars bereits selbst testen konnte.

Cyril Raymond. Bild: FIAWorldRallycross.com
Cyril Raymond. Bild: FIAWorldRallycross.com

Dennoch spricht Raymond in höchsten Tönen von den kleinen Allradlern. Kein Wunder, schließlich sind die 1.100 Kilogramm leichten Mittelmotor-Boliden echte Rennmaschinen. Zwar mobilisieren die RX2-Autos nur halb so viel Leistung wie die 600 PS starken WRX-Supercars, doch Cyril Raymond findet, das reiche, um Spaß zu haben. „Der Motor ist leistungsstark. Du  kannst ihn auf sehr hohe Drehzahlen beschleunigen, bevor du hochschalten musst“, so Raymond. „Wenn du neu im Rallycross bist, ist der Motor genau richtig um zu lernen. Und der Sound ist sehr nett“, freut sich Raymond.

„Es macht Spaß, die Autos zu fahren. Du musst sehr früh in die Kurven einlenken, weil sie Allradantrieb haben. In der Mitte der Kurve beginnst du mit der Lenkung in Neutralstellung zu beschleunigen“. Zugute kommt den RX-2-Autos die ausgeglichene Gewichtsverteilung. Den Motor hinter dem Fahrer zu platzieren sei aus fahrdynamischen Gesichtspunkten „eine gute Idee“, findet Raymond.

Cyril Raymond. Bild: FIAWorldRallycross.com
Cyril Raymond. Bild: FIAWorldRallycross.com

Weil die Autos identisch sind, ist harter Wettbewerb auf der Strecke vorprogrammiert – auch wenn Cyril Raymond 2017 mit 44 Punkten Vorsprung unangefochten RX2-Meister wurde. „Es ist schwer, den Unterschied auf der Strecke zu machen. Du musst eine perfekte Linie fahren. Wenn nicht, verlierst du sofort eine Zehntelsekunde, weil jeder auf identischem Material startet“.

Auch wenn Raymond im nächsten in einer anderen Kategorie starten wird: Einfacher dürfte es für den Redbull-Piloten wohl nicht werden…

[via: redbull.com]

Über Moritz Nolte 85 Artikel
Moritz Nolte arbeitet als Motorjournalist und Social-Media-Berater für die Automobilindustrie. Bereits seit 2007 schreibt er im Kundenauftrag Motorsportreportagen - unter anderem für Opel Motorsport und Bilstein. Seit 2017 betreibt er worldrallyx.de. Privat ist Moritz als begeisterter Trackday-Fahrer auf Europas Rennstrecken mit seinem Toyota GT86 unterwegs.