Vorschau DRX Gründautalring: Spektakel in „Klein-Monaco“

Bild: Rallycross-DM.de

Der 2. Lauf zur DRX 2018 am Gründautalring steht bevor. Die Fahrer sind bereit und die Motoren laufen warm! Die Zuschauer erwartet wieder ein volles Haus. Alleine über 20 SuperNational Piloten sind mit ihren Boliden zu erwarten. Wie schon der Titel verrät, ist Gründau durch den 100% Asphalt die schnellste Strecke des Kalenders. Das wird für die knapp 60 Piloten und die Zuschauer ein tolles Spektakel. Der ca. 800 Meter lange Kurs im Gelnhäuser Kinzigtal ist im Volksmund auch als „Klein Monaco“ bekannt.

Die Meisterschaftspitze in der internationalen Deutschen Rallycross Meisterschaft powered by ToyoTires 2018 teilt sich Jeanine Brandt aktuell mit Sven Seeliger, jedoch schläft die Konkurrenz nicht.

Die SuperCars am Lausitzring sorgten mit einem überraschenden Sieg für Dietmar Brandt für Aufsehen. Ein Plattfuß am SuperCar von Andreas Steffen sorgte für einen sicherlich unbeabsichtigten Dreher, Brandt konnte überholen und Andreas den Vorsprung nicht mehr aufholen. Schade für den Vorsitzenden des ACN und des Estering aus Buxtehude, der sicher mit einem Sieg geplant hatte. Nun gilt es am Gründautalring mehr Boden gut zu machen und aufzuholen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Darüberhinaus sind auch Norbert Fuchs und Bernd Wilhelm mit dabei, die beiden kennen den Ring in und auswendig und werden es der Konkurrenz nicht leicht machen!

In der Super 1600 muss Sven Seeliger sich erneut Alexander Langer und Markus Schmitt stellen, der Fiesta von Langer machte am Lausitzring schlapp. Der Fiesta von Sven bewies seine Kontinuität – die ihresgleichen sucht – und gilt somit auch in Gründau als Favorit. Doch Alexander bewies in den Heats, dass sein Fiesta echt verdammt schnell sein kann. Zudem wissen wir aus den letzten Jahren, dass auch Markus Schmitt in Gründau schnell dabei ist. Umso mehr gilt hier Aufmerksamkeit, denn der Show-Down im Finale blieb in der Lausitz aus und könnte nun am Gründautalring für noch mehr Spannung sorgen!

Wenn man den Namen Brandt hört, fällt einem zunächst das riesen Team um Dietmar Brandt ein. Bestehend aus Philipp Büssemaker, Swen Petereit, Alex Ludwig, Dietmar selbst und aber auch seiner Tochter Jeanine Brandt.

Und genau diese junge Dame ist es, die aktuell auf dem Weg ist, ihren „Alten“ Herren, aber auch all die anderen Männer davon zu fahren. Denn mit ihrem bärenstarken M3 wird Jeanine sicher auch am kommenden Wochenende wieder voll angreifen. Und die junge Hessin hat auch mindestens genauso starke Konkurrenz. Den auch Andreas Huschenbett ist heiß auf den Sieg. Bis Mitte der Woche war er noch mit letzten Optimierungen am Opel Corsa beschäftigt. Ob der Corsa tatsächlich nochmal schneller geworden ist, werden wir wohl am Samstag in den ersten Runden erleben.

Ein absoluter Überraschungsfavorit aus der Lausitz ist Sven Zimmer, der Corsa Pilot aus Großenlüder wird sicherlich auch in Gründau für Überraschungen sorgen.

Ungewollt sorgte auch Philipp Weidinger mit seinem heftigen Abflug im Semi-Finale am Lausitzring für Aufsehen und anschließend stand eine größere Reparatur an. Für Gründau scheint das Auto wieder bereit, wie das Team bei Facebook durchblicken ließ. Man tut scheinbar alles um den verpatzten Saisonauftakt schnell hinter sich zu lassen. Philipp war wirklich nicht langsam am Lausitzring und es hätte sicherlich auch für das Finale gereicht! Enttäuschung merkte man bei Marco Wittkovski im Gespräch an, denn der Golf muss leider stehen bleiben, zu hoch sei das Risiko, den geliehen Motor zu beschädigen. Somit wird der Deutsche Meister ein zweites Rennwochenende in Folge bei den Rennen zuschauen.

Ab 14 Uhr warten die Finalläufe für die Zuschauer, die auch in Gründau – wieder wie schon vom Lausitzring – erstmals auch hier live übertragen werden. Alle Finalläufe können die Zuschauer weltweit Live auf YouTube beobachten. Unter anderem werden Martin Kummerow und Björn Urbach durch das Programm und die Finalläufe begleiten.