World RX of Germany: Der Kampf um Platz zwei!

Bild: FIAWorldRallycross.com

Nachdem Johan Kristoffersson den Weltmeisterschaftstitel bereits beim vergangenen Rennen in den USA einfahren konnte, konzentriert sich alles auf den Kampf dahinter. Die Rallycross-WM kehrt nach Ihrem zweiten Ausflug auf den nordamerikanischen Kontinent nach Europa zurück und lässt an diesem Wochenende den Estering in Buxtehude zu Ihrem Schauplatz im Kampf um Platz zwei werden.

Die Strecke vor den Toren Hamburgs ist die älteste der Serie und richtet seit 1973 internationale Motorsportveranstaltungen aus. Trotz der kurzen Streckenlänge ist der Kurs für die Fahrer einer der schnellsten und schwierigsten im Kalender. Die Piloten erwartet eine spektakuläre erste Kurve, eine lange Gerade und herausfordernde Bergauf-Passagen mit gemischten Untergründen. Wem das noch nicht genug ist, wird zudem Beobachter der engsten Zieleinläufe des Jahres. Bereits 2014 sorgten Petter Solberg und Mattias Ekström für das knappste Rennergebnis der Rallycross-Geschichte, als Sie ihre beiden Boliden mit einem Zeitunterschied von nur 0,005 Sekunden über die Ziellinie fuhren. Perfekte Bedingungen also für einen spannenden Kampf um den Sieg.

Bild: FIAWorldRallycross.com
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Der wiedererstarkte Petter Solberg, der in den USA nach Tag eins Führender im Klassement war, rechnet sich für das Rennen am Wochenende große Chancen aus: „Ich habe gute Erinnerungen an die Strecke. Dieses Jahr möchte ich das Rennen unbedingt gewinnen. Ich fühle mich gut und habe in Amerika eine gute Performance gezeigt. Mit dem Training auf der Strecke fühle ich mich nun wieder stark. Ein Sieg wäre perfekt, um uns den Weg zur Silbermedaillie zu ebnen. Ich weiß, dass Ekström, Bakkerud und Loeb stark sein werden, aber wir waren hier in der Vergangenheit ebenfalls sehr stark“, sagte Solberg selbstbewusst.

Ekström, der letztes Jahr in Buxtehude gewinnen konnte, liegt zwei Punkte vor dem Norweger und möchte seinen Platz in der Meisterschaft verteidigen. „Es ist eines der Events im World RX Kalender mit dem ich die besten Erinnerungen in Verbindung bringe. Besonders die erste Kurve ist großartig“, äußert sich Ekström. „Man kommt mit hoher Geschwindigkeit an, zieht die Handbremse und stellt das Auto quer. Das ist die spektakulärste Stelle am Estering und eine der besten im WM-Kalender.“ In 2016 gewann der Schwede die bisher einzige Weltmeisterschaft in seiner Karriere. Damals reichte ihm ein fünfter Platz im Finale um sich gegen seinen größten Konkurrenten Solberg durchzusetzen. Im Kalenderjahr 2018 warten die Ingolstädter allerdings immer noch auf einen Sieg.

Bild: Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH
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Auch sein Teamkollege Andreas Bakkerud pocht auf sein Mitspracherecht im Kampf um den Sieg auf der legendären Strecke. Der Norweger wird den Audi das erste Mal auf der 925 Meter langen Strecke fahren. Aber auch er hat in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielen können. Die Fans können sich auf ein Spektakel einstellen, denn bei den kurzen Rennen kommt es gerade auf dem engen Estering sehr oft zu Berührungen zwischen den Autos und zu innigen Tür-an Tür Duellen. „Natürlich will jeder von uns den zweiten Platz in der Meisterschaft erreichen“, sagt Bakkerud. „Da ist es ist gut zu wissen, dass der Audi bereits bewiesen hat, dass er auf dem Estering funktioniert und ich um den Sieg mitfahren kann.“

Für den Franzosen Sebastian Loeb ist es schon fast ein „Alles-oder-Nichts-Rennen“, um sich weiter Chancen auf Platz zwei ausrechnen zu können. Neun Punkte beträgt der Abstand zwischen Ekström (204) und dem Fünftplatzierten Sebastian Loeb (195). Damit liegt der Franzose zwar weiter in Schlagdistanz zu Bakkerud (200) und Alt-Weltmeistern Solberg (202), aber um an diesen wirklich vorbei zu kommen muss der Franzose zu seiner Performance zurückfinden. Allerdings hadert Loeb mit der schwierigen Strecke in Buxtehude, hofft aber auf Besserung: „Um ehrlich zu sein, es ist nicht meine Lieblingsstrecke aber ich hoffe, dass die letzten Entwicklungen am Auto uns konkurrenzfähiger machen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen“, gibt sich Loeb kämpferisch.

Bild: FIAWorldRallycross.com
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Anders sieht es sein Teamkollege Timmy Hansen, der nichts mehr mit dem Kampf zu tun haben wird, da er bereits in Riga, als auch in Texas seinen Motor wechseln musste und damit insgesamt 30 Strafpunkte abgezogen bekommen hat. „Ich sehe dem Wochenende positiv entgegen. Es ist eine klassische Strecke mit losem Untergrund. Sie gehört zu den Strecken wo du das Auto in die Kurve wirfst, Vollgas gibst und es genießt den Schotter fliegen zu lassen. Letztes Jahr wurde ich hier Zweiter, also ist klar, dass es nur einen Weg geben wird, dieses Wochenende zu bestreiten.“

Auch für die Fahrer hinter den Werkteams bietet Buxtehude an diesem Wochenende die Möglichkeit zu überraschen. In der Vergangenheit waren mit Niclas Grönholm, Kevin Hansen und Kevin Eriksson Fahrer im Finale vertreten, denen man dieses Ergebnis vor dem Wochenende nicht vorhergesagt hätte.

„Der Estering ist eine Strecke die ich gleichermaßen liebe aber auch fürchte. Ich habe es immer gemocht hier zu fahren, aber wenn fünf Autos gleichzeitig am Start losfahren, wird es auf keiner Strecke so eng wie hier. Die enge der Strecke macht es fast unmöglich zu überholen. Auf der anderen Seite ist es aber eben auch ein Kurs auf dem alles passieren kann, was spannende Rennen für die Fans garantiert“, äußert sich der Finne im Vorfeld des Events.

Zusätzlich wird das permanente Fahrerfeld um Anton Marklund in einem GC Kompetition Renault Megane R.S. RX, den aktuellen RX2 International Series Champion Cyril Raymond, Rene Münnich auf einem Seat Ibiza, dem Norweger Kjetil Larsen und Finnlands Mikko Ikonen auf einem Ford Fiesta erweitert.

Live im TV

  • SPORT 1 überträgt am Sonntag (14. Oktober) von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr MESZ auf seinem Hauptsender live aus Buxtehude. Der Livestream auf www.sport1.de und die Berichterstattung auf SPORT1+ beginnen bereits um 13 Uhr.Über den Estering
    • Strecke Estering in Buxtehude, 35 km südwestlich von Hamburg
    • Streckenlänge 0,925 km (Jokerlap 0,890 km)
    • Untergrund 60 Prozent Asphalt / 40 Prozent Schotter
    • Kurven 3 links, 6 rechts
    • Topspeed 174 km/h

    Zeitplan

    Samstag, 13. Oktober

    • 09.00 Uhr Freies Training
    • 12.00 Uhr Qualifying 1 (Q1)
    • 14.00 Uhr Qualifying 2 (Q2)

     

    Sonntag, 14. Oktober

    • 09.00 Uhr Warm-up
    • 09.40 Uhr Qualifying 3 (Q3)
    • 11.25 Uhr Qualifying 4 (Q4)
    • 14.00 Uhr Halbfinale
    • 14.35 Uhr Finale
    • 14.50 Uhr Siegerehrung
  • 09.40 Uhr Qualifying 3 (Q3)
  • 11.25 Uhr Qualifying 4 (Q4)
  • 14.00 Uhr Halbfinale
  • 14.35 Uhr Finale
  • 14.50 Uhr Siegerehrung